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Jazzfestival Basel - 30.04.2010 - Marc Ribot Trio | John Scofield New Quartet

30.04.2010 - Marc Ribot Trio | John Scofield New Quartet

off beat Jazzfestival

> US - Groovin’ Guitars 2010

Marc Ribot Trio
John Scofield New Quartet feat.
Bill Stewart

> Freitag | 30. April | 2010
19:30 Uhr | Stadtcasino Basel | Musiksaal

Vorverkauf: www.ticketcorner.com 0900 800 800 (CHF 1.19/min.)

Marc Ribot Trio
Marc Ribot (guitar)
Henry Grimes (bass)
Chad Taylor (drums)

John Scofield New Quartet
John Scofield (guitar)
Michael Eckrooth (keyboard, piano)
Ben Street (bass)
Bill Stewart (drums)

> John Scofield New Quartet und Marc Ribot – Gegensätzliche Gitarreros
Zu den prägenden Gitarristen der letzten zwei bis drei Jahrzehnte gehören von der Bekanntheit her bestimmt Bill Frisell, Pat Metheny und John Scofield, dann aber auch Marc Ducret, Fred Frith und Marc Ribot. Zwei Vertreter aus diesem illustren Kreis treten am gleichen Abend in Basel live auf und dürften durch ihre Persönlichkeit, aber auch durch ihre Verschiedenheit gefallen.

John Scofield darf mit Fug und Recht als eine der prägenden Gestalten des Jazz der letzten dreissig Jahre betrachtet werden. Schon vor seiner Zeit bei Miles Davis, die ihn weltbekannt machte, spielte er etwa mit Chet Baker oder bei Charles Mingus. Sein Quartett mit Joe Lovano (Sax), Dave Holland (Bass) und Al Foster (Drums)  prägte die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts nachhaltig, später wagte er sich auch an neuartige Sounds mit Medeski, Martin und Wood oder mit grossorchestralen Projekten. Letztes Jahr überraschte er – fast schon wie zum Ausgleich – mit seiner New Orleans Revival-Band Piety Streets und unterstrich damit seine grosse Liebe zum Blues als Rückgrat des Jazz.

Mit dem neuen Quartett und seinem langjährigen Partner Bill Stewart am Schlagzeug kehrt er wieder dezidiert zum Jazz zurück, zu einem Mainstreat-Jazz wohlverstanden, der nicht in Selbstbetrachtung erstarrt ist, sondern aus der Tradition schöpfend neue Horizonte erschliesst.

Marc Ribot ist ein Tausendsassa, der Jahr für Jahr mit neuen Projekten und neuen Musikern an seiner Seite aufwartet. Das Spiel dieses Enfant terrible des Jazz wirkt unprätentiös, ist aber immer und überall leicht wieder erkennbar, weil er aus vordergründig schnoddrig hingeworfenen Klangzirkeln neue Formen kreiert, die nicht immer auf Anhieb durchschaubar sind. Ribot gehörte zum innovativen Tross von John Zorn, begleitete immer wieder namhafte Singer-Songwriter (Tom Waits, Vinicio Capossela, Mimmo Locasciulli) dies- und jenseits des Atlantiks und machte unter anderen Projekten auch mit den „Cubanos postizos“

Furore. Letztes Jahr setzte er am Jazzfestival Willisau einen würdigen Schlusspunkt unter die Aera Troxler, als er die junge und hoch begabte Mary Halverson an seiner Seite aufspielen liess.

Text: Ruedi Ankli

Night-Sponsor:
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